Clickerberichte
Vorab: Es gibt viele Seiten zum Thema Clickern, hier ein paar Genannte von mir:
Ein Forum:
http://clickerforum.foren-city.de/
Seiten dazu:
http://www.pferdefreunde-kirchheimerhof.de/
http://www.motionclick.de/
http://www.clickerreiter.de/
http://www.zirzensische-pferdegymnastik.de/
http://de.groups.yahoo.com/group/clickerreiter/
Meine Lieblingsseiten:
http://www.hylling.de/
Eine weitere, sehr Weise Seite.
Nichts mit Clickern, aber sehr empfehlenswert:
http://www.meinpferdetraum.de/
Clickern mit Hund und Katz
Wir habe Ende 2009/Anfang 2010 und ich ahbe angefangen mit meiner katze und meinem Hund zu clickern. Wir üben noch ;)
Hier ein paar Eindrücke der bisherigen Ergebnisse. Sitz und Pfötchengeben klappt schon super:
Zirkuslektionstagebuch
15.08.2008
Mit dem Clicker und ner Tasche voller kleingeschnittener Möhren mach ich mich mit meinem Pferd auf dem Weg in die Halle. Nach der eigentlichen Bodenarbeit ist das Konditionieren des Clickers dran. Lucky steht mir frei gegenüber. Als Target benutze ich einen Deckel. Diesen halte ich ganz gespannt vor Lucky Nase, allerdings interessiert sich mein Pferd kaum dafür. Irgendwo in der Stallgasse fängt ein Schmied seine Arbeit an und Lucky lauscht lieber ihm zu. Dann bewege ich den Target hin und her, aber Lucky interessiert sich nicht dafür. Ist mein Pferd zu blöd? Ich kenne ihn doch ganz anders. Melle, sag ich mir selbst, einfach mal Geduld zeigen. Nach einigen Minuten, da ein erstes Zeichen, er streift mit der Nase den Target (T). Sofort Click und Belohnung (C/B). Lucky schaut, macht aber weiter nichts. O.k. Geduld Melle, denn das ist nicht deine Stärke. Dann auf einmal berührt er den T. wieder, sofort folgt C/B. daraughin, wenn auch etwas träge und mit einigen Minutenpausen berührt Lucky den T., wieder C/B. Ungeduldig wie ich bin strecke ich den T. etwas weiter weg, was natürlich erfolglos bleibt, also doch wieder zur Ausgangsposition. Berührung - Clicken - Belohnung - Ende für heute.
18.08.2008
Einige Tage sind vergangen und deswegen beginne ich wieder ganz von vorne. Lucky steht mir mit einem Knotenhalfter und das Seil herunterhängend gegenüber. Ich hab wieder die Tasche voller
kleingeschnittener Möhren und den Clicker dabei. Aber was ist das? Ich hole das Target (T.) raus und Lucky stupst es gleich an. Ich reagiere sofort C/B. Egal wo ich es hinhalte, er stupst es wieder
an und ständig folgt C/B. ich halte es zur Seite, er zögert, dann aber berührt er es wieder. Ich halte es hoch, er berührt es. Ich halte es runter er berührt es.
Dann halte ich es ihm vor die Brust und Lucky beugt sich und berührt es wieder. Die Verbeugung hatten wir schon früher mal gelernt, allerdings mit Runterlocken von Futter. Gut denk ich, wir müssen ja
nicht gleich weit runter, merke aber schnell das es Lucky wirklich gut verstanden hat, dass der den T. berühren muss um ein Leckerli zu erhalten. Nun halte ich es wieder vor die Brust du wieder
reagiert er prompt. Dann bin ich mal so mutig und halte ihm das T. zwischen die Beine und was macht er, er verbeugt sich. Er kommt wieder hoch und bekommt eine fette Belohnung. Klappt das auch ein
weiteres mal? Ja tut es und ich höre auf. Mein Pferd ist ja gar nicht doof, er ist sogar richtig schlau.
20.08.2008
Wir stehen wieder auf dem Platz, nur dieses mal ist viel los auf der Anlage. Ein Pferd rennt in der Halle, das andere wird abgeduscht und ständig kommen Reiter vorbei. Lucky folgt dem Geschehen
des Hofes, was mich etwas frustet. Wir beginnen und ich halte ihm das gewohnte Target unter die Nase, er folgt ihm und gleich kommt C/B. Schon mal gut so weit. Dann Minutenlanges beobachten der
Anderer. Ich probiere es immer wieder mal und es läuft mal recht, mal schlecht. Das Prinzip hat er aber schon verstanden und ich nehme ein neues Target, unser eigentliches T. eine Fliegenklatsche.
Diese hilf mir, mich nicht mehr Bücken zu müssen bei dem Plié. Er versteht es sofort und berührt nun dieses T. immer am Ende, wo ich es verlange. Trifft er es mal am Steil ignoriere ich dies. Dann
halte ich ihm das T. vor die Brust und Lucky folgt. Dann zwischen die Beine und es passiert nichts. Ich merke, dass ich zu viel verlange bei der ganzen Ablenkung und schraube etwas zurück und lasse
ihn nur das T. berühren.
Das nächste Mal werde ich nur noch üben, wenn wenig los ist auf dem Hof und wenn ich in die Halle kann, so dass ich ihn frei laufen lassen kann und der Strick nicht immer im Weg steht.
Hier zwei Videos, vom heutigen Ergebnis. Ich finde, dass Lucky es für den Anfang recht gut macht. Nur ich muss lernen, in kleineren Schritten zu arbeiten.
29.08.2008
Da ich nicht so recht wusste inwieweit Lucky nun trainieren darf oder nicht legte ich bis zur Medikamentenvergabe erstmal eine Bodenarbeitspause ein. Da es ihm heute besser ging, stellte ich mich mit ihm und den Clickeruntensilien auf den Reitplatz.
Touch das Target in verschiedenen Situationen war mein Ziel.
Lucky war hochmotiviert und biss schon mal in das Target, wofür ich ihn natürlich nicht lobte und es ignorierte. Ich behielt im Kopf in kleinen Schritten zu arbeiten. Ich hielt ihm das T. vor die Nase und er touchte ihn - C/B. Es ging ein paar mal so. Ich hielt das T. mal rechts neben ihm, mal links, mal ein Stück weiter runter, ein Stück weiter hoch aber nie mit großen Schritten. Er folgte bereitwillig, machte höchstens mal ne Kau - oder Guckpause. Dann konzentrierte ich mich das T. immer höher zu halten. Schrittweise, als es zu hoch war biß Lucky in den Stab. Ich ignorierte es, ging ein Stück tiefer und er touchte ihn richtig. Es folgte C/B. Das ging einige Male so.
Dann lief ich ein Schritt vor, er folgte C/B. Zwei Schritte, er folgte C/B. Doch was musste ich da an mir bemängel - es war ja mehr rück als vor, denn ich lief dabei ja Rückwärts. Somit erlaubte ich unbewusst mein Pferd mich rückwärts zu schicken und ihn auch noch dafür zu belohnen. Als mir das bewusst wurde, stellte ich mich neben ihm und lief weiter. Erst einen Schritt, dann zwei, er folgte - C/B. Dann ging ich mal 3-5 Schritte und er war so motiviert, dass er mir sogar nachtrabte - JACKPOTT-.
Teilweise bedrängte er mich schon ein wenig, vorallem wo ich ja selbst Rückwärts ging. Ich werde wirklich darauf achten müssen. Sobald er zur Tasche mit den Leckerlies stiehlt oder aber an mir toucht, schiebe ich sein Kopf zur Seite oder aber drehe mich weg und halte das Target hin. Er verstehts und toucht das T. es folgt - C/B.
Ich lief noch einige Schritte überm Platz, wechselte die Richtung, drehte mich so dass er die VH bewegen musste und lobte ihn. Es war erstaunlich, dass er es so gut verstand "Wenn ich ihr nachlaufe und dann auch noch das Target berühre, bekomme ich eine Belohnung".
Ich war wirklich stolz auf meinen Kleinen, denn Fehler mache ja nur ich ;)
01.09.2008
Heute überlegte ich mir etwas zu clickern. Ich hätte es lieber lassen sollen, da ich nur halbherzig dabei war. Ich wollte das Führen clickern, war mir aber selbst noch unsicher es mit dem Target zu machen oder aber ohne. Somit ging ich ein paar Meter und Lucky folgte touchte den Clicker c/b. Dies wiederholten wir einige Male. Ich wechselte die Richtung, ich blieb stehen, ich ging rückwärts, ich rannte mal davon. Mal mit mehr Abstand zu ihm, mal mit weniger. Allerdings hatte ich die ganze Zeit das Gefühl: "Was mache wir hier eigentlich?".
Naja Lucky machte seine Arbeit gut, war aber von den äußeren Geräuschen sehr abgelenkt, dann wurde ich mehrmals angesprochen und abgelenkt und wir mussten gefühlsmässig immer wieder von vorne anfangen.
Hab später dann nur noch das "Hier" geübt, aber anders herum. Zu erst kam meine Stimme und als er zu mir kam c/B. Das klappte zig Male inklusive einiger Ablenkungen. Ich legte den Clicker dann weg und führte ihn nur noch und er folgte mir bereitwillig. Ich lief im zick zack, Lucky lief im zick zack. Ich drehte mich, Lucky drehte sich usw. Da lobte ich ihn per Streicheleinheiten.
Das wars dann erst einmal und ich ging mit einem komischen Gefühl aus der Halle und fragte mich, ob ich das clickern heute ganz verkackt hätte (?).
Bericht vom Clickern am 26.09.2008
Muriel war zum clickern und vorallem dem Kopfsenken da.
Die Hand wird hier nur aufgelegt, es entsteht null Druck. Senkt das Pferd seinen Kopf nur ansatzweise gibt es click und Belohnung. Später steigert man diese Übung, indem man nicht jedes Kopfsenken
belohnt, sondern nur noch das ganz tiefe oder das langsame Kopfsenken. Denn Lucky hatte es schnell raus, Kopf runter, zack Kopf wieder hoch, Leckerchen her.



Wenn das Pferd einen bedrängt, streckt man am besten die Hand so aus, wie Muriel auf dem Bild. Das Pferd wird lediglich leicht angestubst.

Video vom Kopfsenken
So und nun ist sie zum Schritt übergegangen. Zuerst legte sie ihm wie beim Stehen nur die hand auf, später siehst man wie sie ihm hilft seinen Hals zu lockern bzw. den Weg nach unte zu suchen. man
hört die ganze Zeit Kinder mit ner Tröte im Hintergrund, was mich kirre gemacht hat und ihn teilweise abgelenkt hatte. Nur Muriel bleib cool dabei.
Später sieht man, wie sie in den Trab übergeht. Sobald Lucky den Kopf senkt bekommt er ein C/B. Er kommt selbstständig rein, um sich seine belohnung abzuholen. Dazu gibt es kein Kommando zum
anhalten. Er versteht, dass er es gut gemacht hat und holt es sich ab.
Leider lief in einem Moment die Camera nicht, als er fast ne ganze Runde mit gesenktem Kopf trabte. Schade, aber beim nächsten mal. Ich finde, dass gestern war ein toller Fortschritt.
Video 2: Kopfsenken im Schritt und Trab
Heike, also Muriel hat daran ca. 1 Std. gearbeitet. Ich habe gestern viel über die Arbeit und vorallem über mein Pferd gelernt und es zeigte mir deutlich, dass dies der Richtige und einzige Weg für uns ist.
Danke, dass du uns besuchen warst ;)
Ihre Homepage:
http://www.pferdefreunde-kirchheimerhof.de/
http://www.familie-uthmann.de/
Ergänzung von Heike
| Zitat: Wenn das Pferd einen bedrängt, streckt man am besten die Hand so aus, wie Muriel auf dem Bild. Das Pferd wird lediglich leicht angestubst. |
da muss ich doch noch eine Anmerkung zu machen.
da wir nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hatten und diese Arbeitseinheit quasi als "malguckenwaswirhaben" diente, war keine Zeit für Höflichkeitsübungen.
In dem Augenblick, wo das Pferd das Kopfsenken gut anbietet und auch mal ein Kopfabwenden zu sehen ist, beginne ich normalerweise mit Höflichkeitsübungen. (könnten wir direkt ein Thema zu
aufmachen)
Dann wird das Bedrängen nicht mehr so abgeblockt, sondern man wartet bis das Pferd Kopfsenken oder Wegschauen anbietet und dann bekommt es das Leckerlie.
Auch wird das Pferd nicht "aktiv angeschubst", sondern es stösst sich lediglich am hingehaltenen Finger den Kopf. In dem ersteren Fall würde ich Druck ausüben, im zweiten Fall schaffe ich eine
Grenze. Das macht einen grossen Unterschied.
Dann ist das Abblocken, wie ich es hier mache, um die Grenzen meines Raums zu definieren, nicht mehr nötig.
|
Zitat: Sobald Lucky den Kopf senkt bekommt er ein C/B. Er kommt selbstständig rein, um sich seine belohnung abzuholen. Dazu gibt es kein Kommando zum anhalten. Er versteht, dass er es gut gemacht hat und holt es sich ab. |
lucky war zunächst sehr verunsichert, als in der Bewegung an der Longe der Click ertönte. Er verstand zwar schon, was es bedeutet, aber hatte noch nicht verstanden, daß er auch jetzt anhalten
durfte.
Der Click beendet normalerweise das Verhalten, was also immer zum Anhalten führt.
An der Longe sollte das Pferd im Endeffekt auch an der Stelle bleiben, wo er ist, um dann direkt weiterarbeiten zu können.
Um Lucky die Sicherheit zu geben, daß es ok ist wenn er nach dem click anhält, habe ich ihn erstmal selbst angehalten. Später hat er es verstanden und hat selbstständig die Gangart gewechselt und ist
auf mich zugekommen. Zu diesem Zeitpunkt ist das ok, später würde ich drauf achten, daß er an der Stelle stehenbleibt.
da die Longenarbeit im Trab damit begann daß er versuchte am Kappzaum abzuhauen und mich über den Platz zu ziehen, war ich mit dem Endergebnis 5 Minuten später sehr zufrieden.
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Zitat: Ich habe gestern viel über die Arbeit und vorallem über mein Pferd gelernt und es zeigte mir deutlich, dass dies der Richtige und einzige Weg für uns ist. |
Schööön!! Das freut mich natürlich sehr!!
lg Heike
28.09.2008 Clickern die Zweite
also es war ein sehr schöner und vorallem ein lehrreicher tag. muriel war einige stunden zu besuch. ich war fertiger als mein pferd. es ging ums kopfsenken, ums abkauen am zügel, um das schrittführen
bei der handarbeit und dann saß ich später nochmal drauf und sie erklärte die einwirkung, die meinerseits am zügel kommen darf und am schluß arbeitete sie sage und schreibe 30-40min. nur daran, das
er sich die fressbremse anziehen ließ. das war der schwierigste teil und auch das erste mal, dass lucky nicht hochmotiviert mitarbeiten wollte. er war den ganzen tag über aber super konzentriert. ich
war echt stolz auf ihn und begeistert von muriel's arbeit.
morgen bekommt er diesbezüglich frei und ich gehe nur ausreiten. das hat er sich aber verdient.
29.10.2008
Mal wieder etwas geclickert:
vor lauter krankheiten verging mir etwas die lustig am tollen, lustigen clickern. ich finde das man dafür gute laune braucht und mit der bin ich heute zu meinem pferd.
er stand zwei tage und ich erwartete ein pony mit pfeffer im hintern.
an der koppel angekommen, will ich ihn aufhalftern. was macht mein dicker, er geht weg.
hä, was denn das für ne einstellung? ich noch mal hin, er bleib stehen c/b. dann lief er wieder weg. das ging so 5-7 minuten, bis er wohl etwas länger auf ner karotte kauen
musste und ich ihn aufhalftern konnte *ätsch* gewonnen. so ein depp.
auf dem weg zum ausgang sprang er 2x in die luft und erschrack sich vor, ich sag mal nichts. am ausgang weicht er vorm zaun aus und ich kann ihn auch kaum schließen, da er wie wild nur noch weg will
von dem ausgang und es macht *klick* bei mir. mein liebes ponylein wird wohl naß wie er ist mächtig ein gewischt bekommen haben vom stromzaun und ist deswegen so apathisch. gut, besser so, als wen er
wie früher durch zäune geht.
in der halle, eine longierte bereits, gab es noch 2-3 hüpfer. ich ließ mich nicht beeindurcken und lief schön im schritt weiter, blieb stehen, er auch c/b.
ziel war heute das kopfsenken zu üben. ein paar mal wollte er schnappen oder auch das lecklerie sofort und schmiss sein kopf umher, aber davon ließ ich mich auch nicht
beirndrucken. kopf runter, ah geht ja doch und c/b. ich lief weiter und sobald er den kopf senkte, was er des öfters tat c/b. und dann plötzlich bumbs lag das pferd und wälzte sich. so schnell hab
ich garnicht gucken können. ich ging in die hocke, clickte und gab ihm noch vorm aufstehen ein c/b. dann lief ich weiter. man muss dazu sagen ich lief ab da selbst etwas gebeugt und fütterte ihn auch
nur unten. dann wieder bumbs lag er. dieses mal schaffte ich c/b noch als er unten war und einfach wie ein hund im platz lag. prima dachte ich. komm hoch, er sprang auf c/b. ne dachte ich
konzentriere dich lieber auf das hinlegen.
war es ein zufall? oder machte er es bereits für den click?
ich lief weiterhin gebeugt mit der hand nach unten zeigend und sagte "down". bumbs lag mein pferd wieder und ich strahlte wie ein honigkuchenpferd. das paßierte noch einmal, also insgesamt lag er so
4-5x bevor er kein bock mehr hatte.
ich hoffe sehr, dass es kein zufall war und er es wieder anbieten wird. naja spätestens wenn er wohl patschnass wie heute war.
ich war völlig überrascht, da ich mir so schnell er da lag ja keine taktik überlegen konnte. ich sagte einfach down und zeite ihm den weg nach unten. bin gespannt, was daraus noch wird.
dann ließ ich ihn noch etwas rennen, freispringen, ausbuckeln und stellte ihn in die box zum fressen, legte ihm ne abschwitzdecke drauf und gab ihm ne handvoll heu.
ich räumte die halle auf und quasselte noch mit wem und nach ca. 15-20 minuten stellte ich ihn so wieder raus:


30.10.2008-Clickertraining
gestern war ein nicht so toller tag. mein auto kam nicht überm tüv, der muss den auspuff gemacht bekommen und ich kränkel immernoch. dennoch will ich nicht ständig nix machen mit meinem pferd. wenns
nach meiner gefühlslage geht derzeit müsste ich ihn den ganzen winter über stehen lassen.
morgens bin ich hin, hab den satz einer freundin im kopf "dein pferd spiegelt dich nur wieder, also sei nicht sauer auf ihn" und von hier den satz im kopf "sei nicht zu enttäuscht, wenn er sich nicht
hinlegt".
ich war nicht enttäuscht, weil er es nicht gleich anbot. er machte es ja wenige minute später. ich wurde richtig sauer und war vorallem auch
enttäuscht, weil er mich die ganze zeit anstupste, aber feste mit richtig schwung im kopf. ich will mit meinem pferd clickern, weil ich spaß mit ihm haben will und nicht mit ihm ketschen. ich
schaffte es nicht so ruhig zu bleiben, wie heike und sehe auch selbst auf dem video das ich heftig reagiere bei der abwehr, aber ich fühlte mich sehr hilflos.
reiter um mich herum versunicherten mich auch noch und ich wusste keinen weg, um ihn von diesem dummen gerempel abzuhalten. somit wurde ich von minute zur minute unsicherer, ob ich hier überhaupt das
richtige tu. im nacnhinein gesehen denke ich, hätte ich sofort nach dem hinlegen aufhören sollen statt, es noch mal zu versuchen, statt noch das reinbeißen in den ring zu üben etc.
hier ein video bzw. ein kleiner ausschnitt von 17 minuten arbeit:
dann nahm ich einen ring und wollte das anstupsen und reinbeißen üben, da ich im guten aufhören wollte. dies klappte schon recht gut, außer das er mich da bedrängte und ich evtl. besser hätte
neben ihm stehen sollen, statt davor. lucky biss rein und ich lobte ih dafür. leider war das teil immer mehr sandig, da er es fallen ließ und ich überlegte schon währenddessen, wie schädlich das nu
ist. eigentlich dachte ich, es auf den boden zu werfen und ihn apportieren zu lassen, aber ich merkte immer mehr, wie ich das gefühl hatte das nichts klappte und ich verunsichert war.
ich fange oft eine übung an und habe mitten drin eine art black out, weiß weder, wie ich weiter machen soll oder was denn nu mein ziel ist.
und ich weiß leider nicht, wie ich das abstellen sollte. dann dieses gerempel von lucky. ich hab ja den größten teil weggeschnitten, damit die videos kurz bleiben, aber und ich überlege manchmal,
ob clickern wirklich das richtige für uns ist, wenn das so ausartet? bei parelli, blieb er stehen, achtete auf mich und "parierte" mehr. aber will ich das? nein, ich möchte bei der positiven
bestärkung bleiben, aber nicht so *frust*
zu abends dann noch - reiten:
ich habe lucky in die box gestellt gehabt zum trocknen für ein paar stunden. abends bin ich dann wieder hin und habe ih entkrustet. schon in der box rannte er wir wild umher und ich überlegte das
reiten sein zu lassen. im hintergrund hörte man wen sägen, denn schießlich muss der offenstall bis zum 1. nov. fertig werden.
ich sattelte und trenste in in der box auf, ging in die halle und das nachgurten steltte sich als tanz raus. drehen, drehen und nochmals drehen. ich wurde schon da sauer. reiten oder nicht fragte ich
mich, denn ein bißchen mulmig war mir schon.
nix da, es ist dein pferd und nun reitest du es auch.
ich stieg auf und lucky ging im rennschritt los. naja lass ihn mal laufen, triebig war er die letzten monate krankheitsbedingt genug. natürlich nahm ich die zügel auf und ließ ihn nicht losrennen.
tat er auch nicht, es war nur so, dass alles was er machte im rennschritt erfolgte. renntrab war auch dabei. anhalten machte ich erst später, da er sonst piaffierte und ich erstmal die erste energie
rauslasen wollte. im hintergrund hörten wir die arbeiter, aber lucky schienen sie nur wenig zu stören.
dann trabte ich einige runden und übte auch das stehen, leichtes gezuppel an der außenseite, kopf runter, weiter gings. das wiederholte ich ein paar mal. als er immer ruhiger wurde. zwar nicht ganz,
aber immerhin. gut auf mich reagierte hörte ich bereits nach nur 15 minuten auf. ich wolte es beenden und ich wollte es im guten moment. pferd abgesattelt, gefüttert und auf die koppel
gestellt.
tja, geht auch ohne nur rennen zu lassen.
ich verstehe nur nicht, warum er derzeit so durch den wind ist? das wetter?
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